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"Privater Wohnhausbau", eine Sequenz im Grundkurs Kunst
12.2.
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| Idee und Konzept: | |||||||||||||
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Im Kunstunterricht kann der ästhetische und der funktionale Aspekt eines Architekturentwurfs vom Fachlehrer erfasst und vermittelt werden. Tatsächlich ist der Prozess vom Kundenauftrag bis zur Realiserung eines Bauobjektes viel komplexer und kann von einem Kunstlehrer nur begrenzt umgesetzt werden. Die Kooperation mit einem örtlichen Architekturbüro bietet glaubwürdige Informationen zu den sozialen und wirtschaftlichen Aspekten des Berufs: Besonders berücksichtigt werden sollten in dem Projekt: Fragen zur Kostenkalkulation, Baugenehmigung, Bauausführung und Bezahlung der Architektenleistung sollten ergänzend in das Projekt einfließen.
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| Zielgruppe und Fächer: | |||||||||||||
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Das Projekt orientiert sich an den Schülerinnen und Schülern, die in einem Jahr ihre Abiturprüfung ablegen werden und das Fach Kunst als Grundkurs gewählt haben. Einige Schüler interessieren sich für den Beruf des Architekten, andere für den Weg in berufliche Selbstständigkeit allgemein und die Anforderungen, die im Laufe einer selbstständigen Tätigkeit gestellt werden. Wieder andere Schüler haben das Interesse, zu verstehen, wie ästhetische Gestaltung von Architektur im sozialen und wirtschaftlichen Kontext möglich ist. Für alle Schüler gilt, die Fähigkeit zu erproben, Bedürfnisse und Anforderungen von Menschen (Auftraggebern) in eine ästhetische, funktionale und kostenbewußte Gestalt (Entwurf) umzusetzen. |
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| Inhalte und Organisation: | |||||||||||||
Das Projekt wurde als Planspiel durchgeführt.
Der Architekt übernahm die Rolle, die er auch bei der Zusammenarbeit
mit den Mitarbeitern seines Büros einnimmt. Die Schülerinnen und
Schüler übernahmen die Aufgabe bzw. die Rolle der Angestellten
des Architekturbüros.
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| Partner und Kontakte: | |||||||||||||
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Das Projekt wurde geplant und durchgeführt vom Kunstlehrer des Grundkurses Kunst der 12. Jahrgangsstufe Albert Schriefer und Kai Zimmermann, dem Firmeneigentümer des Architekturbüros Zimmermann. Die Art und der Umfang des Projektes wurde in der Phase 2 gemeinsam mit den Schüler/Innen, dem Architekten und dem Kunstlehrer erörtert und beschlossen.
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| Materialhinweise: | |||||||||||||
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zum Entwurf von Verena Garbe bitte hier klickem Unterrichtsbericht von Verena Garbe Am Anfang des zweiten Halbjahres der Jahrgangsstufe 12 haben wir uns zunächst mit den Grundbegriffen der Architektur beschäftigt. Begonnen haben wir mit den griechischen Säulen- und Tempelbauten, den römischen und romanischen Basiliken und der gotischen Kathedrale. Nachdem wir uns ausgiebig mit den Fachbegriffen zur Architektur und der Geschichte der Architektur beschäftigt hatten, haben wir uns mit dem Wohnhausbau der Gegenwart beschäftigt. Da wir zuvor schon den Teil eines Gebäudes selbst als Modell gebaut hatten, wollten wir die neue Aufgabe nun etwas anders gestalten. Nach kurzem Überlegen kam uns schließlich die Idee, dass wir vielleicht einen Architekten einladen könnten und dieser uns dann von seiner Arbeit erzählen kann. Herr Schriefer nahm anschließend mit dem selbstständigen Architekten Kai Zimmermann Kontakt auf und lud ihn zu uns in den Unterricht ein. Da ich im Jahr 2002 mein zweiwöchiges Betriebspraktikum in dem Architekturbüro Zimmermann gemacht habe und mich dort sehr wohl gefühlt habe, fand ich die Idee von diesem alternativen Unterricht sehr gut. Zunächst hat uns Herr Zimmermann etwas über seinen Beruf erzählt,
z.B. über seinen Ausbildungsweg, den Schritt zur Selbstständigkeit
und über verschiedene Projekte seines Büros. Nachdem uns Herr
Zimmermann von seinem neuesten Auftrag berichtet hatte, kamen wir zu der
Idee, dass unser Kurs doch anhand der Angaben vom Auftraggeber des Hauses
ebenfalls einen Hausentwurf entwerfen könnte. Da Herr Zimmermann
diesen Vorschlag sehr interessant fand, kam er ein zweites Mal zu uns
in den Unterricht und stellte uns das Projekt genauer vor. Zunächst
erzählte er uns von den Kunden, wie er sie selbst einschätzte,
was für einen Eindruck sie auf ihn machten und was für Ideen
und Wünsche sie hatten. Da die Kunden ein Haus im mediterranen Stil
haben wollten, hatte die Auftraggeberin ein Hausbeispiel an den Architekten
geschickt, was wir dann auch bekamen. Außerdem hat uns Herr Zimmermann
die genauen Grundstücksdaten und Geländebegebenheiten gegeben
und uns über die Bebauungsvorschriften in dem Gebiet aufgeklärt.
Als nächstes hat er uns dann aufgrund der Kundenwünsche gesagt,
welche Zimmer in welche Etage sollen und wie groß sie ungefähr
sein müssen, dann die Platzierung der Garage und die Größe
des Balkons, sowie die Art und Neigung des Daches. Insgesamt hat mir diese Form von Unterricht sehr gut gefallen. Einerseits, weil ich mich für Architektur interessiere und mir mein Praktikum im Architekturbüro Zimmermann auch sehr gut gefallen hat und andererseits, weil wir so die Chance hatten, einen hautnahen Einblick in diesen Beruf und in die Arbeit eines Architekturbüros zu bekommen. Zudem war es eine gelungene Alternative zum üblichen Unterricht und auch sehr hilfreich, da man seine Theoriekenntnisse direkt in die Praxis umsetzen konnte. Außerdem hat Herr Zimmermann alles sehr anschaulich erklärt, uns sehr gut geholfen und seinen Beruf interessant und spannend rübergebracht. zum Entwurf von Verena Garbe bitte hier klickem |
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